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Auch unmittelbar vor dem Gelände des Wohnheims konnten die eintreffenden Beamten brennende Kleidungsstücke auffinden. In der näheren Umgebung wurden kurz darauf zwei Verdächtige festgenommen. Einer der Beschuldigten, ein 23-jähriger Friseur aus München, hatte noch deutlich geschwärzte Handflächen, außerdem rochen er und sein 20-jähriger Begleiter stark nach Rauch.
Die Brände wurden nach Ermittlungen der Brandfahndung teilweise unter Zuhilfenahme eines flüssigen Brandbeschleunigers gelegt und beschädigten unter anderem eine Zimmertür im Jugendheim.
Bei der Vernehmung der beiden Tatverdächtigen, die beide ein umfassendes Geständnis ablegten, kam heraus, dass die Männer bis vor ca. einem Jahr in diesem Heim wohnhaft waren. Der Friseur gab als Motiv Rache an, da er während seines Aufenthalts in dem Heim von Mitbewohnern geschlagen wurde und er angeblich trotz Bezahlung häufig nichts zu Essen bekam. Sein Mittäter gab als Motiv Langeweile an.
Der Ermittlungsrichter, dem die beiden Täter vorgeführt worden waren, erließ keine Haftbefehle, da beide einen festen Wohnsitz und eine feste Arbeitsstelle haben.
-Polizei
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